Kolumne

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Persönliche Kolumne zu Themen des B2B Marketings und Vertriebs im Bereich der hochwertigen technischen Investtitionsgüter

Mittlerweile hat Google auch sein Google Maps Navigation für Deutschland freigegeben. Als ein mögliches Tool für den Einsatz in Vertrieb oder dieser neue Service auf einem HTC Desire mit Android 2.1 getestet.

Auf der Fahrt seinen Kundentermin wurde auf der Hinfahrt ein handelsübliches Navigationssystem von Navigon benutzt und auf der Rückfahrt das neue Google Maps Navigation benutzt.

Positives

Durch die Google Maps-Funktionen können auch Firmen oder öffentliche Gebäude direkt als Ziel eingegeben und in die Navigation übernommen werden.

Das Kartenmaterial befindet sich auf dem neuesten Stand und zeigt auch Straßen und Kreisverkehre in Neubaugebieten an, die im handelsüblichen Navigationssystem noch nicht aktualisiert sind.

Die Ansicht ist übersichtlich und sehr exakt. Die Darstellung von Entfernungen zum nächsten Richtungswechsel sind überraschend genau.

Negatives

Auch bei kurzen Strecken werden durch das „Allways On“ Szenario sehr schnell größere Datenmengen über Mobilfunk übertragen. Dies bedeutet Vorsicht bei nicht vorhandenen Flatrates.

Bei der getesteten Version erfolgten keine Sprachanweisungen. Das relativ kleine Display des Handys musste innerorts kontinuierlich beobachtet werden. Dies bedeutet ein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr.

Resumee

bei einer vorhandenen Daten-Flatrate, Smartphone und  möglichen Privateinsatz, z.B. Fahrrad oder Wanderung, ist Google Maps Navigation zu empfehlen. Im professionellen Einsatz im Kfz fehlen derzeit noch korrekte und gezielte Sprachanweisungen.
Mit fast 30 Jahren in der Hightech-Branche hat man es oftmals schwer, seine Kollegen noch zu verstehen. 

Bullshit Bingo


Als Teilnehmer vieler Vertriebspräsentationen ertappe ich mich selbst immer wieder dabei, das IBM Bullshit Bingo zu spielen. Hat man erst in einer Zeile alle aktuellen „Hypes“ und „Buzz-Wörter“ zusammen, ruft man innerlich „Bingo“ .Stellt man dann weiterhin fest, dass die sogenannte „
Nutzendarstellung, soweit „verbogen“ wurde, bis Sie dem Nutzen des Anbieters entspricht - ruft man innerlich „Bullshit Bingo!“. 

Leider wagt es ja kein Interessent, Kunde oder Berater laut zu rufen – Schade!

Glauben diese Kollegen eigentlich, dass heutige Manager nicht zwischen „Buzz“-Wörtern und „Pseudo“-Nutzendarstellungen und wahren Werten unterscheiden können?

Ist es notwendig, dass ein Interessent erst einmal eine Schulung in modernen „Hightech-Buzz-Wörtern“ machen muss, um überhaupt erst eine Chance zu haben, den Wert einer  Aussage zu prüfen?

Liebe Kollegen, glaubt Ihr wirklich, dass eine „Vernebelungstaktik“ durch unverständliche Abkürzungen, Begriffe und der Verwendung moderner “Buzz-Wörter“ und „Hypes“ euch helfen, einen nicht vorhandenen Nutzen zu verschleiern? 
 
Spielanleitungen:
 
 
 
Es ist ein durchaus normaler und menschlicher Faktor sein Eigeninteresse vor das Interesse des Unternehmens zu stellen. Auf den ersten Blick eine durchaus Negative und für viele eine unakzeptable Vorgehensweise. Man muss sich aber durchaus der Realität stellen.

In den USA wurde durch einen Artikel eines ehemaligen Microsoftmitarbeiters (Dick Brass) in der New York Times, der dort zwar schon vor sechs Jahren ausgeschieden ist, aber im Status eines Vice-President war, eine sehr intensive Diskussion über Microsoft im speziellen, aber auch über die Moral und Ethik von leitenden Mitarbeitern in größeren Hightechunternehmen, gestartet. Die Wogen schlagen derzeit sehr hoch, obwohl die Inhalte Insidern schon seit Jahrzehnten bekannt sind.

Inhaltlich ging es um das Problem, dass viele und größere Unternehmen haben, dass Innovationen einzelner Mitarbeiter oder kleiner Gruppen, durch Eigeninteresse leitender Mitarbeiter unterdrückt werden. In diesem speziellen Falle die Aussage eines Vice-President eines speziellen Bereiches,  nur dann eine neue Innovation (Cleartype) zuzulassen, wenn sie aus seinem Bereich käme, beziehungsweise ihm persönlich gutgeschrieben würde.

Natürlich ist dies grundsätzlich eine Vorgehensweise gegen das Unternehmen und seine Interessen. Die Realität, und nicht nur bei Microsoft, sondern auch bei sehr vielen anderen Unternehmen, ist durchaus eine andere. Dieses Beispiel aus dem Microsoft Umfeld entspricht persönlicher langjähriger Kenntnis aus anderen internationalen Konzernen im Hightech-Bereich. Es ist durchaus bei großen Unternehmen gang und gäbe, dass der leitende Mitarbeiter das persönliche Interesse vor das des Unternehmens gestellt wird.

Man muss sich bewusst sein, das große Unternehmen politischer sind als die Politik selbst!

„Um in Microsoft erfolgreich zu sein, muss man mehr Mitarbeiter zugeordnet haben, als alle anderen“ Mary-Jo Foley, ZDNet „All about Microsoft“.

Dieser gerade in den USA stattfindende“ Sturm im Wasserglas“, bewirkt bei Insidern mehr ein schwaches schmunzeln als großartige Entrüstung. Die über Jahrzehnte entstandene Resignation überwiegt hier. Die oben getroffenen Aussagen treffen auf fast jedes Großunternehmen in diesem Bereich zu.

Was kann man daraus lernen?

Als Unternehmensführung sollte man sich der menschlichen Natur, auch im eigenen leitenden Angestelltenbereich, absolut bewusst sein und durch eine kontinuierliche Überwachung, ob leitende Angestellte im Eigeninteresse oder im Interesse des Unternehmens agieren, einer solchen Situation vorzubeugen. Dass dies in der Realität absolut schwierig ist, ist jedem, der in einer vergleichbaren Situation war, bewusst.

Man sollte die Zielvorgaben für leitende Mitarbeiter überdenken. Wer eine Firmenkultur des Egoismus fördert, da er meint, dass nur durch Egoismus entsprechender Erfolg erzielt werden kann, darf sich nicht wundern, dass dieser Egoismus irgendwann auf ihn als Unternehmen negativ zurückfällt. Wir haben zwar seit Jahrzehnten in Personalgesprächen und Einstellungsgesprächen immer wieder das geäußerte Verlangen nach Teamfähigkeit, setzen aber unsere Zielvorgaben leitender Angestellter so an, dass diese nur äußerst egoistisch vorgehen müssen, um erfolgreich zu sein. Hier klafft ein durchaus deutlich eine Lücke zwischen Realität und Theorie.

Op-Ed Contributor - Microsoft’s Creative Destruction - NYTimes.com http://nyti.ms/cHfQNb

 

Vielleicht haben Sie es auch schon erlebt. Man stellt sein Unternehmen mit vollem Enthusiasmus als äusserst innovativ vor … und niemend reagiert.


Woran liegt das?


Daran das mittlerweile alle Unternehmen (auf dem Papier) innovativ sind. Der Betrachter kennt diese Platitüde schon aus unzähligen Präsentationen, Werbungen usw. das er mindestens gelangweilt, vielleicht auch schon verärgert ist.


Was kann man ändern?


Sagen Sie nicht das Sie innovativ sind, sondern zeigen Sie es. Bringen Sie einfach ein Beipsiel das den Betrachter so verblüfft, das er sagt „das ist aber innovativ“. Nur so können Sie sich von der Menge der unzähligen Platitüden des täglichen Marketings distanzieren und Ihrem Vertrieb eine reelle Chance zum Erfolg bieten.